Login
 
Aktuelles
Agenda
Leitbild
Vorstand
Zunftspiel
Jubiläum
Publikationen
Download
Zunftstube
Zunftgeschichte
Berichte
Web-Archiv
FAQ
Kontakt
Links

Aktuelle Berichte siehe:

Publikationen  Gartnere-Gaable 31-08
 
 

Wussten Sie schon.... ?

Unser Zunftbruder Marco Santoro führt in Italien ein Weingut und das bereits als Vertreter der fünften Generation in einem Familienunternehmen.
Weiter Informationen finden Sie unter: www.sarolo.com 
Prost!
 
 
 

Vermischtes

Wir gratulieren
Die Fasnacht 2008 ist bereits Geschichte. Trotzdem gestatten wir uns, einen Nachtrag anzubringen.
Unser Zunftbruder Emanuel Trueb, wohnhaft in Pratteln, hatte im September 2007 einen Vorschlag für die Pratteler Fasnachtsplakette eingereicht und war gleich beim ersten Mal erfolgreich. Das Pratteler Fasnachtskomitee hat sein Sujet „Mir brenne druff“ zum Motto 2008 gewählt. Wir gratulieren Emanuel Trueb zu seinem graphischen Talent und zu seinem durchschlagenden Erfolg mit seinem ersten Plakettenentwurf.

Gesehen im Kleinbasel
„Du kommst hier nicht rein!“ und „nur über meine Leiche“ sind die grimmigen Sprüche, die man von Türstehern manchmal zu hören bekommt, wenn einem der Zutritt in ein Lokal verwehrt wird. Ausgerechnet unsere beiden sympathischen Vorgesetzten Stephan Gassmann und Christian Zingg sind im Kleinbasel gesehen worden, wie sie als Türsteher verschiedenen Personen den Zutritt zum Restaurant Rebhaus verwehrten. Schliesslich kann nicht jeder in ein Lokal hinein, wenn drinnen gerade der Vogel Gryff tanzt.
Die beiden Türsteher haben Glück gehabt. Offensichtlich wurde keiner der beiden in den Rebhausbrunnen geworfen. Sie freuten sich auch über das Entgelt für ihren Einsatz: Irgendjemand hat ihnen dafür ein Bier spendiert.

Helfer für das Jungbürgerfest 2008 gesucht
Seit den achtziger Jahren organisieren die E. Zünfte und E. Gesellschaften der Stadt Basel die Jungbürgerfeiern für die im Kanton Basel-Stadt wohnhaften Schweizerinnen und Schweizer, die im gleichen Jahr volljährig werden. Die      E. Zunft zu Gartnern ist seit Beginn mit von der Partie.
Auch dieses Jahr werden wieder vier bis sechs Personen aus den Reihen unserer Zunft gesucht, die bereit sind, einen Abend lang im Sicherheitsbereich mitzuwirken. Es geht dabei um die Eingangs- und Alkoholkontrolle.
Das Jungbürgerfest 2008 findet am 13. September 2008 ab 18.00 Uhr bis ca. 03.00 Uhr in der St. Jakobs-Arena (Eishalle und Wandelhalle) unter dem         Motto  - 18°COOL statt.
Nach einem Apéro wird auf einem abgedeckten Teil der Eisfläche ein cool white Dinner serviert. Im offiziellen Teil, ca. um 20.00 Uhr, halten der Grossratspräsident und der Vorsitzende Meister je eine (hoffentlich) kurze Rede. Nach 21.00 Uhr wird auf der Eisfläche in einer Disco on Ice getanzt.
Tragen Sie Ihren Beitrag zum Gelingen dieses Fest bei und melden Sie sich als Helfer bei unserem Zunftbruder
Martin Gfeller-Hangartner    Tel. 051 229 57 69
Totentanz 10
4051 Basel
Email: martin.gfeller@sbb.ch
Meister und Vorgesetzte danken allen Helfern im Voraus bestens für ihren Einsatz.

Berufliche Neuausrichtung zweier Vorgesetzter
Hans Holzhause-Gfrörer, Informationschef E.E. Zunft zu Gartnern, wird per 1. Mai 2008 in die Dienste der Gebäudeversicherung des Kantons Basel-Stadt eintreten und dort die Aufgaben des Schadenleiters übernehmen.
 
 
 
Kaspar Bucher-Studer, Irtenmeister E.E. Zunft zu Gartnern, ist per 1. März 2008 in die Dienste von Meteo Schweiz eingetreten. Als Fachspezialist für Flugmeteorologie ist er auf dem Flugplatz Zürich in Kloten im Einsatz.


Beförderung zum Moderationsleiter
Einer Medienmitteilung des Radios Basel 1 vom 26. März 2008 und einem Artikel im Baslerstab vom 31. März 2008 konnten wir entnehmen, dass unser Zunftbruder Simon Thiriet per April 2008 zum Moderationsleiter des Radios Basel 1 befördert wurde. Wir gratulieren zur Beförderung und wünschen Simon Thiriet viel Erfolg und Befriedigung in seiner neuen Aufgabe.


 
 
 

Gertrudenmääli vom 17. März 2008

Alljährlich zum 17. März, dem Tag der heiligen Gertrud von Nivelles, laden Vorgesetzte und Alt-Vorgesetzte ihre Damen zu einem Essen ein. Es wird ihnen dafür gedankt, dass sie während des Jahres oft auf ihre Männer verzichten müssen, wenn diese an Zunftanlässen teilnehmen oder für die Zunft zu arbeiten haben. 
Am 17. März 2008 trafen sich die Teilnehmer des Gertrudenmäälis im „Mentelin Hof“ zum Apéro. Der „Mentelin Hof“ am Münsterplatz 14 wurde erstmals 1519 erwähnt. Die Liegenschaft befand sich im Besitz des Domstifts und spielte als „Justitia Hof“ eine wichtige Rolle im vorreformatorischen fürstbischöflichen Gerichtswesen. Das Haus erhielt seinen heutigen Namen vom Oberzunftmeister Hieronymus Mentelin, der es ab 1604 im Renaissance-Stil renovierte. Die E. Zunft zu Weinleuten hat seit dem 1. September 2005 im Mentelin Hof ihre Zunftstube eingerichtet.
Nach dem Apéro begab man sich zwei Häuser weiter und liess sich im Restaurant „Zum Isaak“ kulinarisch verwöhnen. Die Teilnehmer danken dem Irtenmeister Kaspar Bucher für den von ihm gespendeten Apéro und für die perfekte Organisation des Gertrudenmäälis.
 



Die a.o. Zunftversammlung vom 3. März 2008

Dass im 1. Quartal 2008 eine ausserordentliche Zunftversammlung stattfinden werde, erfuhren Sie aus der Gartnere Gaable 27/2007 im August letzten Jahres. Gleichzeitig wurde auch der Grund des Anlasses bekannt gegeben: Eine Frau hatte im Mai 2007 einen schriftlichen Antrag zur Aufnahme in die E. Zunft zu Gartnern eingereicht. In der gleichen Ausgabe der Gartnere Gaable wurde versucht, die Diskussion zu diesem Thema anzukurbeln. Die Zunftbrüder wurden aufgefordert, ihre Meinung schriftlich zu äussern. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass es sehr wichtig sei, dass möglichst viele Zunftbrüder an der vorgesehenen Zunftversammlung teilnehmen.
In der Gartnere Gaable 28/2007 konnten vier Beiträge zum Diskussionsthema in ungekürzter Fassung veröffentlichen werden. Zwei Artikel sprachen sich gegen und zwei für Frauen in der E. Zunft zu Gartnern aus. Ein fünfter Beitrag, der sich ebenfalls für eine Aufnahme von Frauen aussprach, erreichte die Redaktion zu spät, da er an die falsche Emailadresse gesandt wurde. Im Namen des Meisters und des Vorstands E.E. Zunft zu Gartnern wurde erneut darauf hingewiesen, wie wichtig eine Teilnahme an der ausserordentlichen Zunftversammlung sein würde. Gleichzeitig konnte der definitive Termin der Versammlung bekannt gegeben werden.
Ende Januar 2008 wurde die Einladung zur ausserordentlichen Zunftversammlung versandt. Der Meister E.E. Zunft zu Gartnern wies in einem Begleitschreiben nochmals auf die Bedeutung der ausserordentlichen Zunftversammlung hin und forderte alle Zunftbrüder auf, daran teilzunehmen.
Eigentlich ist eine Eingangskontrolle zu einer Versammlung der E. Zunft zu Gartnern unüblich. Die Zunftbrüder kennen einander. Ein Aussenstehender wäre dem Zunftvorstand und den anwesenden Zunftbrüdern sofort aufgefallen. Trotzdem hat sich der Zunftvorstand zu einer Eingangskontrolle entschieden, da man seitens des Vorstandes eine wirklich hundertprozentige Erfassung der anwesenden Zunftbrüder vor Beginn der Versammlung anstrebte. Matthias Refardt, Vorgesetzter E.E. Zunft zu Gartnern, übernahm diese Aufgabe und liess bei dieser Gelegenheit die Präsenzliste erstellen.
 
Einführung ins Thema durch den Zunftmeister
Daniel K. Keuerleber-Burk, Meister E.E. Zunft zu Gartnern, konnte 57 Zunftbrüder begrüssen. 22 Zunftbrüder liessen sich entschuldigen und einer kam etwas verspätet, aber noch vor der Abstimmung. Die verschiedenen Aufrufe vor der Zunftversammlung und das brisante Thema führten zu einer im langjährigen Schnitt rekordverdächtigen Beteiligung an dieser Zunftversammlung.
In seiner Einführung ins Thema erläuterte der Zunftmeister, wie es zur ausserordentlichen Zunftversammlung gekommen ist. Mit der Gründung der Bürgergemeinde Basel im Jahre 1876 konnten keine weiblichen Personen mehr in die E. Zünfte der Stadt Basel mehr aufgenommen werden. Mit der vom Bürgerrat erlassenen Zunftordnung vom 20. Februar 1990 wurde die Möglichkeit eingeführt, dass weibliche Personen in eine E. Zunft aufgenommen werden können. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Beschluss der Zunftversammlung, der Frauen den Männern gleichstellt. In der E. Zunft zu Gartnern war diese Gleichstellung schon damals nicht unumstritten. Deshalb verschob der damalige Vorstand die entsprechende Diskussion und eine diesbezügliche Entscheidung auf den Zeitpunkt, indem ein Gesuch eintreffen würde. Da nun ein entsprechender Antrag einer Frau vorlag, unterbreitete der jetzige Vorstand die Angelegen
Altmeister Dr. Alfred Hartmann eröffnete die Diskussion, indem er darlegte, weshalb seines Erachtens keine Frauen in die E. Zunft zu Gartnern aufgenommen werden sollten. Andere Positionen wurden dargelegt. Ein Zunftbruder meinte gar sinngemäss, dass hier ein Generationenkonflikt vorliege. Dies war jedoch nicht der Fall. Befürworter und Gegner waren in allen Altersschichten vertreten. Nach rund einem Dutzend Wortmeldungen endete die Diskussion. Die Meinungen waren offensichtlich gemacht, die Argumente ausgetauscht.
 
Die Abstimmung
In der Folge wurde das Abstimmungsprozedere erläutert. Die vorgeschlagenen Stimmenzähler Jürg Gass, Georg Steidel, Severin Brenneisen und Richard Bönzli wurden von der Versammlung bestätigt. Ein vor der Versammlung gestellter Antrag auf schriftliche Abstimmung wurde nicht aufrechterhalten, weshalb es zur offenen Abstimmung kam. Der Abstimmungstext wurde nochmals an die Leinwand projiziert:
 
„Wollen Sie in Anwendung des § 3 Absatz 2 der Zunftordnung in der E. Zunft zu Gartnern Frauen den Männern gleichstellen?“
 
32 Zunftbrüder stimmten ja. 26 Zunftbrüder votierten mit nein.
 
Nach der Abstimmung
Die Enttäuschung der unterlegenen Minorität war und ist nachvollziehbar gross. Trotzdem gilt es nun vorwärts zu schauen. Die Erfahrungen der E. Zunft zu Schneidern zeigen, dass die E. Zunft zu Gartnern nun nicht von beitrittswilligen Frauen überschwemmt werden wird. Dagegen spricht auch die von der Zunft im Jahr 1990 festgelegte Obergrenze von 150 Zunftbrüdern/Zunftschwestern und die Tatsache, dass es rund 17 Jahre dauerte, bis eine Frau ein Beitrittsgesuch stellte. Die Gartnernzunft wird heute und morgen ihr Erscheinungsbild nicht wesentlich ändern. Der Vorstand wird weiterhin allen Zunftmitgliedern ein attraktives Programm anbieten, in dessen Rahmen nach wie vor auch Männerfreundschaften gepflegt werden können.
Meister und Vorgesetzte geben hiermit auch der Hoffnung Ausdruck, dass viele Zunftbrüder, die mit nein gestimmt haben, den demokratischen Entscheid der Zunftversammlung akzeptieren und weiterhin aktiv am Zunftleben teilnehmen werden.
Unser Ehrenstubenknecht Hannes Tschopp konnte zwar weder an der Diskussion noch an der Abstimmung teilnehmen, er schuf jedoch die Möglichkeit, dass eine erste Aufarbeitung des Erlebten bei einem feinen Imbiss und einem Bier stattfinden konnte.
 
Reaktionen
Unglaublich schnell verbreitete sich die Nachricht in der Stadt, dass die Gartnere künftig Frauen aufnehmen kann. Das Echo aus zünftigen Kreisen war sehr unterschiedlich. Die einen empfanden den Entscheid unserer Zunft als grossen Fehler. Andere wiederum gratulierten uns zu diesem Schritt. Auch in den Medien stiess der Ausgang der Gartnere-Zunftversammlung auf überdurchschnittliches Interesse. Obwohl die E. Zunft zu Gartnern nicht als erste Zunft den Beitritt von Frauen ermöglichte, berichteten lokale Zeitungen, lokale Radios und Telebasel über den Zunftbeschluss. Die Basler Zeitung widmete dem Thema gar eine Umfrage im Internet. Es wurde die Frage gestellt, ob alle Zünfte Frauen aufnehmen sollten. 298 Personen beteiligten sich daran. Die Beteiligung war etwa doppelt so gross, wie an den Umfragen der anderen Tage. 150 Teilnehmer votierten mit ja, 148 mit nein (diese Art von Umfragen ist allerdings nicht repräsentativ).
Rund zwei Wochen nach der Abstimmung erhielten alle Zunftbrüder einen Brief unseres Zunftmeisters Daniel K. Keuerleber-Burk, in welchem er der Hoffnung Ausdruck gibt, dass diejenigen, die gegen die Gleichstellung votiert haben, ihre Enttäuschung überwinden, den demokratisch gefällten Entscheid akzeptieren und weiterhin zur E. Zunft zu Gartnern stehen werden.
 
 
 

Neijoorsgallere vom 5. Januar 2008

Am 5. Januar 2008 traf sich der Vorstand E.E. Zunft zu Gartnern bereits um 10.00 Uhr im Gasthof zum Goldenen Sternen zu einem Vorgesetztenbott. Mit Kaffee und Gipfeli sowie einer etwas reduzierten Traktandenliste konnte die jährliche Morgensitzung des Vorstandes angenehm gestaltet werden.
Zur anschliessenden Neijoorsgallere war es Daniel K. Keuerleber-Burk, Meister E.E. Zunft zu Gartnern, eine Ehre als Gast unseren Zunftbruder Martin Gfeller-Hangartner zu begrüssen. Seit einigen Jahren koordiniert dieser den Einsatz der E. Zunft zu Gartnern an der Jungbürgerfeier der Stadt Basel.
 
 


Neijoorsaadringgede vom 1. Januar 2008

Der öffentliche Anlass der E.E. Zunft zum Goldenen Stern erfreut sich jedes Jahr grosser Beliebtheit beim Publikum. So erschienen auch am Morgen des 1. Januar 2008 wieder zahlreiche Politiker, Lokalprominenz, Zunftbrüder und Gäste, um sich mit Hypokras, Würstchen und Schlumbergerli gegenseitig ein gutes Neues Jahr zu wünschen.
Im Zentrum des allgemeinen Interesses und somit auch der Medien stand dieses Jahr Dr. med. Raoul Furlano, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern. Er wurde im Frühjahr 2007 gewählt und hielt somit seine erste Rede zum Jahresbeginn.
Die E. Zunft zu Gartnern unterstützte den Anlass, in dem sie das Spiel E.E. Zunft zum Goldenen Stern mit Angehörigen des Gartnernspiels verstärkte.


 
 

3. Zunftstamm vom 3. Dezember 2007


Bei kühler Witterung traf sich eine stattliche Schar Zunftbrüder am 3. Dezember 2007 pünktlich um 18.00 Uhr am Claragraben 37, um in die Wunderwelt der mechanischen Musik des Museums für Musikautomaten einzutauchen.
Peter Rohrer hat über Jahrzehnte leidenschaftlich Musikautomaten jeglicher Art gesammelt. Er führte seine Exponate vor und entführte die Zunftbrüder E.E. Zunft zu Gartnern mit den Klängen seiner Instrumente auf eine nostalgische Reise in die Welt der mechanischen Musik.
Es gab viel zu entdecken. Manchmal interessante Details:
Die teilnehmenden Zunftbrüder waren sich einig, dass die Idee Peter Rohrers, seine Sammlung der Allgemeinheit zugänglich zu machen, grossartig war. Wer mehr zu diesem neuen Kleinod im Kleinbasel erfahren möchte, findet weitere Angaben unter www.museumbasel.ch (Website wird wohl in den nächsten Tagen frei geschaltet). Für die Vereinbarung von Führungen kann Herr Rohrer unter der Telefon-Nummer 078 683 48 95 erreicht werden.
Im nahe gelegenen Restaurant Riehentorhalle konnte man den Abend so richtig gemütlich ausklingen lassen.
Meister und Vorstand danken René Blatter für die Organisation dieses schönen Zunftstammes.
 
 



Das Franziskenmääli vom 19. Oktober 2007

Das Franziskenmääli ist der wichtigste Anlass der Vorgesetzten E.E. Zunft zu Gartnern. Meister, Alt-Meister, Vorgesetzte und Alt-Vorgesetzte laden Gäste aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zu einem Määli in den Gasthof zum Goldenen Sternen ein. Die eintreffenden Gäste werden im Foyer zum Sternensaal einzeln durch den Statthalter begrüsst.
Unser Zeremonienmeister Christian Zingg führte souverän und bravourös durch den Anlass. Seit langer Zeit, vermutlich seit Jahrzehnten, ist es Tradition, dass  die Tischdekoration des Määlis durch die Ehefrau des jeweils amtierenden Schreibers erstellt wird. Susanna Buonfrate-Eberhart gestaltete die diesjährige Dekoration unserer festlichen Tafel wunderschön. Danke!.
Die Auftritte des Spiels E.E. Zunft zu Gartnern verliehen dem Abend einen gediegenen, baslerischen Rahmen.
In seiner Meisterrede stellte Daniel K. Keuerleber-Burk einleitend die Gäste der Zunft vor. Als Ehrengast der Zunft begrüsste er Frau Charlotte Christ-Weber. Sie arbeitet als Primar- und Realschullehrerin. Sie ist der Pfadi-Bewegung sehr stark verbunden. Vom Pfalztrupp kam sie über den Kantonalstab in die Bundesleitung der Mädchenpfadi und übernahm dort die Führung der schweizerischen Pfadibewegung.  Heute präsidiert sie die Olave Baden-Powell-Society, einer Fundraising Organisation de r Mädchen-Pfadi. Als Gast der Zunft präsentierte unser Meister Herrn Professor Dr. Antonio Loprieno, Rektor der Universität Basel. Der Gast der Zunft wurde in Bari geboren, besuchte in Brüssel die Schule und schloss sein Studium in Turin mit dem Doktorexamen ab. Über die Stationen Göttingen, Perugia, Los Angeles, Jerusalem, Paris und Heidelberg kam er im Jahre 2000 als Ägyptologe an die Universität Basel. Seit dem 1. Oktober 2006 führt er als Rektor die alma mater basiliensis.
Nach der Vorstellung der persönlichen Gäste der Vorgesetzten und Alt-Vorgesetzten kam Daniel Keuerleber auf den vierten IPCC-Bericht des UN-Klimarates zu sprechen. Das Ergebnis dieses Berichtes ist eindeutig: Durch Menschenhand verursacht, erfährt das Klima der Erde eine unheilvolle Erwärmung. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden. Als Verantwortlicher des Nationalen Wetterdienstes vertritt unser Meister globale Lösungen für wirtschaftliche, soziale und umweltgerechte Nachhaltigkeit. Die Nachhaltigkeit definierte er mit einem Zitat aus Wikipedia: „Nachhaltigkeit ist die Konzeption einer dauerhaften zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stehen in Wechselwirkung und bedürfen langfristig einer ausgewogenen Koordination“
 
Im ökologischen Bereich plädierte Daniel Keuerleber dafür, dass man zum Trinkwasser Sorge trage und den CO2-Ausstoss verringere. Als persönlichen Beitrag schl ug er vor, dass man die Früchte dann esse, wenn sie bei uns reifen würden, dass man regionale Landwirtschafts produkte bevorzuge und dass man die Verk ehrsmittel zweckmässig nutze. Im ökonomischen Bereich forderte er individuelle Gesundheitsmassnahmen wie regelmässige Bewegung und gesunde Ernährung. Zudem sollte auf die Schuldenbremse getreten werden. Man solle nur soviel ausgeben, wie man eingenommen habe. Im sozialen Bereich propagierte er Freun dschaften, die das ganze Leben lang verbinden würden (z.B. Pfadi, Sportvereine und Zünfte). In diesem Zusammenhang sei auch der Generationenvertrag erwähnt. Im Besonderen betrachte Daniel Keuerleber die Nachhaltigkeit in Bezug auf die Energie. Hier müsse die Effizienz erhöht und auf erneuerbare Energie gesetzt werden. Er forderte einen rationalen Umgang mit Energie.
Zusammenfassend stellte unser Meister fest, dass es für jedes Problem eine Lösung gebe, wenn man nur wolle. Unter dem Strich müssten die Lösungen für alle aber nachhaltig sein. Mit zwei konkreten Wünschen schloss er diesen Teil seiner Rede:
1.       Jeder von uns solle mit der Umsetzung anfangen und zwar bereits heute nicht erst übermorgen.
2.       Wir sollten als Gesellschaft in Zukunft unsere Probleme gemeinsam und möglichst nachhaltig angehen und zwar so, dass die geplanten Lösungen im ökologischen, ökonomischen und sozialen Gleichgewicht stehen.
 
Im letzten Teil seiner Rede dankte Daniel K. Keuerleber-Burk, Meister E.E. Zunft zu Gartnern
-           Susanna Buonfrate für die Tischdekoration (Auftrag an den Schreiber zur Weitergabe des Dankes),
-           dem Spiel für seine musikalische Umrahmung des Abends und
-           sämtlichen Helfern hinter den Kulissen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.
Er erhob seinen Becher und stiess auf unsere Zunft und unsere Vaterstadt Basel an.
 
   
 
 
 

Der Herbstanlass vom 23. September 2007

Der Mythos Hülftenschanze
Vor 175 Jahren trennte sich der Kanton Basel in einen Stadt- und einen Landschaftsteil. Mit der Schlacht bei der Hülftenschanze am 3. August 1833 wurde diese Trennung definitiv besiegelt. Kaum einer der heutigen Generationen weiss noch, weshalb es zur Trennung kam. Wo die Hülftenschanze lag, bei der es zur Entscheidungsschlacht kam, wissen ebenfalls nur wenige.
Diese Wissenslücke sollte am diesjährigen Herbstanlass zumindest teilweise geschlossen werden.
Frühmorgens traf man sich in der Schalterhalle des Bahnhofes SBB und nahm den Regionalzug nach Kaiseraugst. Von dort führte ein Wanderweg zunächst durch die Ortschaften Kaiseraugst und Augst. Entlang der Ergolz spazierte die Gartnere-Familie in Richtung Hülften. Bei einem ersten Informationshalt auf freiem Feld bei Augst erläuterte unser Zunfthistoriker und Vorgesetzter Christian Zingg, weshalb es zum Auszug der Basler Truppen kam.
Nicht alle Ortschaften des neuen Halbkantons Basel-Landschaft standen hinter den Aufständischen. Im oberen Baselbiet profitierten die Bauern von der Seidenbandindustrie der wohlhabenden Basler und hielten deshalb zur Stadt. Die Stadt versprach diesen Gemeinden Schutz. Als Alarmierungszeichen sollte auf dem Vogelberg (oberhalb der heutigen Wasserfallenbahn, Richtung Passwang) ein Feuer angezündet werden, wenn die Hilfe der Stadtbasler gegen die Aufständischen benötigt würde. Die Luftverschmutzung war damals noch kein Thema, weshalb man ein solches Feuer von der Stadt aus sehen konnte. Auf dem Martinsturm des Münsters wurde ein permanenter Beobachtungsposten eingerichtet. Eigentlich wollten beide Halbkantone keinen Waffengang.
Am 2. August 1833 und in der Nacht zum 3. August 1833 spitzte sich allerdings die Lage in der Stadt zu. Fehlinformationen, der Druck der Strasse, nicht richtig überbrachte dringliche Mitteilungen an die Baselbieter Regierung und das Notsignal vom Vogelberg führten während der Nacht zur Mobilisierung der Stadttruppen.
Der Dilettantismus in der Vorbereitung der Aktion, die offensichtlich mangelhafte Befehlsausgabe und möglicherweise auch der Nebel führten die Stadtbasler ins Chaos und ins Verderben. So sollte die Stenzlertruppe und der Auszug Richtung Liestal vorstossen. Die Landwehr hatte die Aufgabe die Flanken und die Stadt gegen Truppen aus dem Birstal zu schützen. Ungeschickterweise verliess der Sanitätstrupp die Stadt nach der Landwehr und folgte dieser Richtung Ruchfeld, so dass die Verwundeten der nach Liestal vorstossenden Truppenteile nicht evakuiert werden konnten. Dieses Manko offenbarte sich schon nach den ersten Scharmützeln. Ähnliches geschah mit der Kavallerie. Statt hinter dem Auszug zu folgen, blieben die berittenen Kräfte bei der Landwehr zurück und dienten dort als Verbindungsmittel zwischen der Landwehr und der Stadt. 
Die Unfähigkeit der städtischen Truppen zog sich wie ein roter Faden durch den 3. August 1833.
Nahe der Hülftenschanze liessen sich die Teilnehmer des Herbstanlasses von Christian Zingg erklären, wie die Basler mit den Tücken der mangelhaften Vorbereitung kämpften und in Pratteln Häuser anzündeten.
Gegen Mittag wurde von den Städtern ohne Schuss die gefürchtete Hülftenschanze eingenommen. Die Baselbieter hatten die Anlage bereits aufgegeben und sich auf die Schanze bei der Griengrube zurückgezogen.
Die Basler stiessen in Richtung Griengrube vor und nutzten als natürliche Deckung den Hülftengraben. Als sich das Gelände wieder öffnete, gerieten sie in ein Kreuzfeuer zwischen der Schanze bei der Griengrube und dem Erli-Wald.
 
Von der Ergolz führt der im Hülftengraben fliessende Bach (rechts) durch einen Tunnel unter der H2 hindurch.

Für Ortsunkundige völlig überraschend (man fährt heute üblicherweise mit 80 km/h an dieser Stelle vorbei) entpuppt sich die damalige Angriffsrichtung als lauschiger Wanderweg. Auf der Höhe des Denkmals konnte man sich vorstellen, wie der Basler Angriff stecken blieb. Nach einer so blutigen Geschichte war man für eine Pause auf dem Robispielplatz dankbar. Dort wartete bereits der Apéro auf die durstigen Wanderer. Während sich die Erwachsenen immer noch mit Wein und Häppchen stärkten, genossen die teilnehmenden Kinder die Vorzüge eines Abenteuerspielplatzes.
Die Zunftbrüder und ihre Angehörigen wanderten dem Bahndamm entlang nach Pratteln und bestiegen dort das Tram in Richtung Muttenz.Von der Tramstation Muttenz-Dorf ging es zu Fuss zum Restaurant Rebstock.
Wegen des schönen Spätsommerwetters war das Restaurant Rebstock auch bei anderen Gästen begehrt, weshalb wir etwas lange auf unser Mittagessen warten mussten. Mit rund einer Stunde Verspätung auf die  Planung versammelte sich die Gartnere-Familie im Hof der St. Arbogast-Kirche in Muttenz. Christian Zingg war uns noch die Fortsetzung res p. den Schluss der Hülftenschanz-Geschichte schuldig.
 
Nach den erfolglosen Aktionen bei der Hülftenschanze zogen sich die städtischen Truppen via Hardwald nach Basel zurück liefen in einen Hinterhalt der Baselbieter, welche sich in der Zwischenzeit im Wald verschanzt hatten. Die meisten Städter fielen beim Rückzug. Die Landschäftler kannten kein Erbarmen, und eine Genfer Konvention gab es noch nicht. Kurz vor dem Mittag hatten sich die Truppen aus dem Birseck auf dem Geispel bei Muttenz besammelt. Einer ihrer Anführer, Jakob von Blarer, aus Aesch soll dort zur Truppe gesagt haben:
 
„Macht alles nieder was ihr erwischt! Wer mir einen Gefangenen bringen sollte, und wenn es mein eigener Bruder wäre, den würde ich mit dem Säbel niederhauen! Denn jetzt ist es einmal genug! Und wenn der Entscheid nicht zu unseren Gunsten ausfällt, so bleibe ich nicht mehr da, ich gehe fort."
 
Er war nicht der einzige, der verlangte, dass keine Gefangenen gemacht würden. Auch von Vertretern Liestals sind ähnliche Worte gefallen. Es wurde dann tatsächlich alles niedergemacht. Selbst vor der Verstümmelung von Leichen schreckte man nicht zurück. So wurden dem Basler Oberstleutnant Franz Lukas Landerer nachdem er gefallen war, die Finger und die Ohren abgeschnitten. Die Leichen der gefallenen Basler konnte man wegen ihrer Verstümmelungen nicht den Städtern zurückgeben, weshalb drei Offiziere und 33 Soldaten im Kirchhof begraben wurden. Am Beinhaus erinnern drei Wandplatten an die gefallenen Offiziere und eine Bodenplatte an die umgekommenen Soldaten. Das Verhalten der Städter am 3. August 1833 führte wegen Unfähigkeit zur Katastrophe, dasjenige der Landschäftler endete in einer kaum vorstellbaren Barbarei. Für beide Seiten stellt der 3. August 1833 kein Ruhmesblatt dar. Unter der Adresse www.altbasel.ch/dossier/huelftenschanz_intro.html finden Sie im Internet weitere Details im chronologischen Ablauf der Schlacht bei der Hülftenschanze. Die Zusammenfassung der Ereignisse ist allerdings noch nicht ganz fertig gestellt. Die Kapitel zum Nachmittag sind noch in Bearbeitung. Christian Zingg schliesst seine Ausführungen mit Erläuterungen zum Beinhaus der St. Arbogast-Kirche.

2. Zunftstamm am 27. August 2007

Emanuel Trueb, Stadtgärtner und Zunftbruder E.E. Zunft zu Gartnern, konnte rund 20 Zunftbrüdern zur Führung durch den Basler Friedhof am Hörnli begrüssen. Anfangs des 20. Jahrhunderts existierten in Basel mehrere Friedhöfe. Der Nachteil dieser Friedhöfe bestand darin, dass sie zwar bei ihrer Anlage am Rande der Stadt lagen, dass sie aber wegen der schnell wachsenden Stadt bald nicht mehr am Rand, sondern in der Stadt lagen. Diese Friedhöfe erreichten dann rasch ihre Kapazitätsgrenzen, weshalb wieder neuere, etwas grössere Anlagen geplant werden mussten. Im Jahr 1919 genehmigte der Grosse Rat das generelle Projekt eines Zentralfriedhofes. Dieser wurde in den Jahren 1926 bis 1932 ausserhalb der Stadt auf Boden der Gemeinde Riehen gebaut. Am 1. Juli 1932 wurde der Friedhof eingeweiht. Der Friedhof am Hörnli feiert somit dieses Jahr sein 75-jähriges Bestehen. Die aufgehobenen Friedhöfe wurden in öffentliche Parkanlagen umgewandelt: Kannenfeldpark, Botanischer Garten beim Spalentor, Elisabethenanlage, Rosentalanlage, Horburgpark und Grünpark St. Johann.
Emanuel Trueb berichtet, dass der Friedhof am Hörnli als der grösste Friedhof der Schweiz gilt. Damals in der Planungsphase bestand ein starkes Bevölkerungswachstum. Man nahm deshalb an, dass Basel eine Grösse von 300'000 Einwohnern erreichen würde. Diese Annahme ist bekanntlich nicht eingetreten. Seit einigen Jahrzehnten nimmt die Stadtbevölkerung ab (aktuell 166'500). Der Friedhof wurde somit grosszügig geplant. Die interessierten Zunftbrüder erfuhren, wie der Friedhof in zwölf Abteilungen „bewirtschaftet“ wird. Die Erdbestattungen finden in einer Tiefe von 1,5 bis 2,3 Metern statt. In den Grabfeldern wird zuerst die unterste Schicht (2,3 m Tiefe) belegt. Nach einer Ruhefrist von mindestens 20 Jahren werden die Grabbepflanzungen abgeräumt. Es entsteht ein neues Grabfeld mit weniger tiefen Gräbern. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzte sich nach anfänglichem Widerstand die Urnenbestattung immer mehr durch. Heute werden 80% der Verstorbenen kremiert und in Urnen bestattet. Bei der Besichtigung des Krematoriums erklärt Emanuel Trueb die verschiedenen Schritte bis die Asche in die Urne gelegt werden kann. So müssen, bevor
die ausgeglühten Knochen zu Asche gemahlen werden, die Metallstücke heraus genommen werden. Neben chirurgisch eingebauten Ersatzteilen finden sich in der Sammlung des Krematoriums auch Taschenmesserklingen, Gurtschnallen, eine Uhr und sogar ein paar Handschellen. Die Besichtigung des kleinen Museums zur Bestattungskultur war aus zeitlichen Gründen nicht vorgesehen. Zudem hätte ein Vertreter des Vereins Sammlung Friedhof am Hörnli vorgängig aufgeboten werden müssen. Den Lesern sei aber an dieser Stelle ein Besuch zu den regulären Öffnungszeiten (am 1. und 3. Sonntag des Monats von 10.00 h bis 16.00 h) empfohlen. Ein ganz spezielles Erlebnis stellt ein Besuch der Ausstellung während der Museumsnacht dar.
Nach diesem interessanten, informativen Rundgang fand der Zunftstamm an diesem schönen Sommerabend bei einem gutbürgerlichen Imbiss im idyllischen Garten des Restaurants Waldhorn in Grenzach-Wyhlen einen gemütlichen Ausklang. Meister und Vorstand E.E. Zunft zu Gartnern danken an dieser Stelle ihrem Zunftbruder Emanuel Trueb für seine Ausführungen und dem Vorgesetzten René Blatter für die Gesamtorganisation des gelungenen Abends.
 
 
Für was wohl dieser Knopf ist? 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Das Zunftessen vom 9. Juni 2007

9. Juni 2007, 09.00 h, Treffpunkt Tramendstation Linie 8 in Kleinhüningen:
Stephan Gassmann, Statthalter E.E. Zunft zu Gartnern, begrüsst die Zunftbrüder und die Gäste der Zunft zum Vorprogramm des Zunftessens.
 
Rundgang in Kleinhüningen
Unter der kundigen Führung von Edi Heinzer, Altmeister Bürger-Korporation Kleinhüningen, und Rudolf Wasser, Seckelmeister Bürger-Korporation Kleinhüningen, forschte die E. Zunft zu Gartnern in zwei Gruppen nach den Spuren des ehemaligen Fischerdörfchens Kleinhüningen. Auf dem Weg zum Hafenbecken I schilderte Edi Heinzer vor einer der Tafeln „Kleinhüningen gestern und heute“ die Lage des einstigen Fischerdorfes im 19. Jahrhundert. Wir erfuhren, wie es zur Eingemeindung des Dorfes in die Stadt Basel kam und weshalb der Rheinhafen hier und nicht beim Hörnli gebaut wurde. Nach den Industriebauten beim Hafenbecken I führte Edi Heinzer seine Gruppe durch die lauschigeren Teile von Kleinhüningen. Dort erfuhren die interessierten Zunftbrüder, dass im vorletzten Jahrhundert die Kneipen und Restaurants des Dorfes beliebte Ausflugziele der Basler waren. Schliesslich erreichten die Führungen das wohl bekannteste Gebäude des alten Kleinhüningens: das Fischerhaus. Dieses steht heute unter Denkmalschutz. Es wurde um 1800 erbaut und musste, um gerettet zu werden, an seinem alten Standort an der Schulgasse abgerissen und im Garten des Schifferhauses neu aufgebaut werden. Vor diesem Fischerhaus warteten auf die inzwischen durstigen und hungrigen Zunftbrüder kühle Getränke und Apéro-Häppchen. 
 
Extratram zum Kunstmuseum
Mit Banner und Spiel zog die Zunft vom Fischerhaus zur Tramstation Kleinhüningen. Von dort fuhr die E. Zunft zu Gartnern mit einem Extratram via Grossbasler Innenstadt zum Kunstmuseum. Durch die St. Alban-Vorstadt ging es in der traditionellen Formation mit Banner und Spiel bis zum Gasthof zum Goldenen Sternen. 
 
 
Die Meisterrede
Einleitend begrüsste Daniel K. Keuerleber-Burk, Meister E.E. Zunft zu Gartnern, Dr. Raoul Furlano, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und gratulierte ihm nochmals zu seiner Wahl als Zunftmeister. Mit einem Hinweis auf das bevorstehende Jubiläum der vier Zünfte (Goldener Stern, Himmel, Schneidern und Gartnern) im Jahr 2010 wünschte er sich eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Ebenfalls persönlich begrüsste der Meister die drei ältesten Zunftbrüder, die am Zunftessen teilnahmen:
-Hans Mäglin-Müller (1919)
-Heini Müller-Mäglin (1921)
-Carl Miville-Seiler (1921)
Sie sind schon mehr als 60 Jahren zünftig.
 
Daniel Keuerleber bedankte sich bei Edi Heinzer und Ruedi Wasser für die kompetente und interessante Führung durch Kleinhüningen und übergab einen Bhaltis.
Er dankte den Vorgesetzten Stephan Gassmann, René Blatter, Christian Zingg und Kaspar Bucher-Studer für die Organisation des Zunftessens mit Vorprogramm und dem Vorgesetzten Hans Holzhause für die Extraschicht, in der dieser einen neuen Zunftrodel erstellt hat.
 
Nach diesen einleitenden Worten berichtete der Meister von einem Primarschul-Kameraden, den er kürzlich getroffen hatte. Dieser hatte ihm erzählt, dass er in einem Betrieb arbeitete, welcher aus Kostengründen Personal entlassen musste. Dass das Verständnis für diese Massnahme klein gewesen wäre, konnte man gut nachvollziehen. Interessant war dabei das Verhalten eines Arbeitskollegen. Dieser habe am lautesten seinen Unmut mitgeteilt und liess keinen guten Faden am Betrieb. Genau dieser Kollege war jedoch am längsten in dem Unternehmen, hatte mit Glück einen guten Posten ergattert und profitierte seit Jahren von automatischen Lohnanpassungen, obwohl er nicht gerade fleissig und zuverlässig gewesen wäre. Dieses Beispiel ergänzte der Meister mit weiteren:
-Diejenigen, die im Ausland einkaufen, aber gleichzeitig das Sterben der Quartierläden bedauern;
-Diejenigen, die keinen Fluglärm wollen, aber am Wochenende rasch für ein paar Franken mit Easy Jet nach Berlin fliegen;
-Diejenigen, die mit dem Resultat von Wahlen und Abstimmungen nicht zufrieden sind, selber aber nie an die Urne gehen.
Daniel Keuerleber fügte nach mehreren solcher Beispiele auch konkrete Situationen aus dem Zunftleben an:
-Diejenigen, die das Jahresprogramm kritisierten, aber sich noch nie mit neuen Ideen gemeldet hätten;
-Diejenigen, die die Zukunft der Zunft in Frage stellten, weil sie immer kleiner würde, aber noch nie versuchten, einen Patensohn oder den eigenen Sohn für die Zunft zu begeistern.
So kam er zum Kern des Themas: „den Fünfer und den Wecken haben wollen“. Weder in der Politik noch im Privatleben noch in der Zunft würde diese Taktik aufgehen. Der Meister forderte Konsequenz und Engagement für die Sache der Zunft. Er wies auf verschiedene Möglichkeiten hin, wie man zu Gunsten der Zunft aktiv werden könnte:  
-Teilnahme an Anlässen, Motivation anderer Zunftbrüder zur Teilnahme an Anlässen, Mitarbeit bei und Organisation von Anlässen;
-Mitwirkung im Jubiläums-OK, Engagement am Schwingertag, am 1. Mai 2008, zur Finanzierung des Zunftjubiläums.
Der Meister stellte fest, dass auch er nicht für alle Probleme Lösungen und Rezepte kennen würde. Jeder sollte dort helfen, wo es seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen würde. Daniel Keuerleber dankte deshalb denen, die sich für die Zunft einsetzten: den jungen und älteren Zunftbrüdern, den Vorgesetzten, dem Bannerherr und seinen Begleitern, dem Spiel, dem Zunftpfleger, dem Jubiläums-OK und denjenigen, die sich am nächsten Schwingertag engagieren werden. Er schloss mit den Worten unseres verstorbenen Altvorgesetzten Hans Büchle:
 
„Unseri Zunft soll läbe!“
 
Er erhob sein Glas und trank auf die Zunft und unsere Vaterstadt Basel.
 
Vorstellung der neuen Zunftbrüder
Christian Zingg-Thomann, Zeremonienmeister E.E. Zunft zu Gartnern, präsentierte die neuen Zunftbrüder.
 
 
 
Beat Bucher-Walliser  
Sebastian Hersberger 
Hermann Matteucci-Kuenzle 
 
Zunftjubilare
Ein seltenes Ereignis stellten dieses Jahr die Ehrungen der Zunftjubilare dar. Am gleichen Zunftessen konnten Vater und Sohn für ihre langjährige Zunfttreue geehrt werden. Ernst Kümmerli-Grassi (Vater) konnte für 50 Jahre und Niklaus Kümmerli (Sohn) für 25 Jahre Zunfttreue geehrt werden. Beide Jubilare sind eifrige Zunftbrüder, die an den Zunftanlässen teilnehmen. So liess es sich Ernst Kümmerli kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag nicht nehmen und reiste extra fürs Zunftessen von Buochs am Vierwaldstättersee nach Basel. Von solch treuen Zunftbrüdern lebt unsere Zunft. Ein herzliches Dankeschön an Ernst und Niklaus Kümmerli für ihre langjährige Treue.
 
 
Die Gastrede von Dr. Raoul Furlano
Hochgeachtete Heer Mit-Maischter
Hochgeachteti Heere Altmaischter
 
Seer geachteti Heere Statthalter und Alt-Statthalter
Seer vereerti Heere Vorgsetzti und Alt-Vorgsetzti
 
Hochvereerti Eeregescht
 
Liebwärti Zumftbrieder
vonere Eerezumft zer Gartnere
 
 
Hitte derfemer zämme im Stärne dinniere
In 3 Joor do wärdemer zämme Jubiliere
In Zytte wo niemer waiss wieme s’ABC sett leere
Vo ainere Schuelreform zer andere duet ummekeere
Wo Maischterschafte am griene Disch entschiide wärde
Und allgemain im Lääbe nur wytter kunnsch mit Beschwärde
Wo d’Regierig anders z’due hett
und nit an zimftigi Aalöss ko wett:
Dr Ralphli da hett e bsundere Fiirtig z’fiire
Dr Stöpheli macht wäge dr EM e miedi Biire
Dr Guy dä driffsch in dr Toskana zem Siidekravatte moole
Aer duet sich grad vonere starke Empfindig erhoole
Dr Conti dä loss ych hytte in Rue
Dä hett mit em Gsund-Depp gniegend zdue
D’Barbara hett wider emool e Schnubbe gfasst
Bim Fescht vo dr Tangänte z’lang im Rääge gjasst
Dr Gass dä hätti fascht bi däne Gift-Värs vergässe
Hejo är machts sim Vorgänger nooch Golfe-Ässe-Golfe-Ässe
S’Eveli isch hytte anderwittig engagiert so sait me
Bi dr Frauegrubbe Hinterfälde linggs Gstriggts drait-me
 
Do sitzemer also ooni Politikergilde gmietlig bim Ässe
Gniesse Rindshuft, e feyne Tropfe und d’Ambiance nit vergässe
In 3 Joor wämmer beschaide sii
Mer draage nit unser Gäld in Rhyy
Me sell uns see und uns kreftig gratuliere
Aber ooni ass das Fescht uns duet ruiniere
Drumm dängg ych diemer uff dr glyyche Wälle-lengi rytte
Und dien dr Greessewaan de Zircher iiberloo am Sächsilytte
E wirdigi Fyyr im Minschter mit Muusig und Banner
E gscheyti Predigt vom Pfaff i bi iberziigt das kanner
En Apéro e schlichte und denn ab go ebbis bisse in d’Baiz
Und scho isch das Jubelfescht zelebriert das hett doch soo si Raiz
Und iir Raiseluschtige und Gluschtige wänn Asti, Barbera und Barolo
kenne leere, do drfyr gartulier ych Eych daas kame so stoo lo.
 
Liebi Gartnere Zumft
Es isch scheen gsee hitte in Glaihynige, au do im schwarze Stärn
Fyr dä wunderbaari hyttig Daag
und Eyri Frindschaft dangg ych vo Härze gärn
 
dr Maischter vom Goldige Stärn
Raoul I. Furlano
 
Die Übergabe des neuen Gästebuches
Das Gästebuch E.E. Zunft zu Gartnern ist ein Bijou. Interessierte Teilnehmer von Zunftanlässen blättern immer wieder in diesem sehr schön illustrierten Buch und erinnern sich bei diesen Gelegenheiten gerne an den einen oder anderen Anlass, der zu einem Eintrag geführt hat. Einigen Zunftbrüdern ist bereits aufgefallen, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird, bis das aktuelle Gästebuch gefüllt sein wird.
Der Altstatthalter Prof. em. Dr. Richard Guggenheim und der Altvorgesetzte Dr. Heinz Polivka hatten dies ebenfalls bemerkt und berechnet, wie lange der Zunft das Gästebuch noch dienen wird. Voraussichtlich im Jubiläumsjahr würde die Zunft ohne Gästebuch dastehen. Diese beiden Altvorgesetzten haben daher beschlossen, der Zunft zum Anlass ihres Rücktrittes aus dem Vorstand ein neues Gästebuch zu schenken.   Schon frühzeitig haben sie Abklärungen vorgenommen. Wer kann ein solches Buch heute noch anfertigen? Welches Papier ist zu verwenden? In seiner humorvollen Art schilderte Richard Guggenheim die aufgetretenen Schwierigkeiten.   Die Geissen, von denen das Leder stammt, sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Wegen der EU wurden gewisse Farbstoffe zum Einfärben des Leders verboten. Ein Stolperstein reihte sich an den anderen. Wer aber die beiden Altvorgesetzten kennt, weiss, dass sich diese nicht so leicht abschrekken lassen. Die auftretenden Probleme wurden souverän bewältigt, so dass Richard Guggenheim und Heinz Polivka anlässlich des Zunftessens dem Zunftmeister zuhanden der Zunft ein sehr schönes Gästebuch überreichen konnten. Daniel Keuerleber, Meister E.E. Zunft zu Gartnern, nahm das grosszügige Geschenk der beiden zurück getretenen Altvorgesetzten dankend entgegen.  
 
Das Bier danach
Die tagsüber aufgezogenen Regenwolken hatten sichbereits aufgelöst, als der offizielle Teil des Zunftessens abgeschlossen wurde und man zum traditionellen „Schlummerbecher“ im Hof des Gasthofes zum Goldenen Sternen übergehen konnte. Die vergnügten und zufriedenen Gesichter der Zunftbrüder zeugen von einem gelungenen Anlass.
 
Dank an die Organisatoren und an das Spiel
Bereits in seiner Rede dankte der Meister all denjenigen, die zum Gelingen des Zunftessens beigetragen haben. Diesem Dank schliesst sich an dieser Stelle der gesamte Vorstand und die teilnehmenden Zunftbrüder an. Ein ganz grosses Dankeschön gebührt dem Zunftspiel, das mit seinen Darbietungen diesen Zunfttag perfekt gemacht hat.
 
 
 
 

Maibowle 2007

Der Wettergott war am 7. Mai 2007 der E. Zunft zu Gartnern nicht hold, weshalb die diesjährige Maibowle im Sternen Saal des Gasthofes zum Goldenen Sternen stattfand.
Stellvertretend für den aus beruflichen Gründen abwesenden Zunftmeister begrüsste Stephan Gassmann, Statthalter E.E. Zunft zu Gartnern, die anwesenden Gäste, leitete zur Jahrbuch-Vernissage über und gab das Wort weiter an den Altvorgesetzten Dr. Heinz Polivka, dem Obmann der Jahrbuchkommission.
Mit Stolz stellte Heinz Polivka fest, dass das letzte Jahrbuch unter seiner Regie das umfangreichste geworden ist. Da das Jahr 2006 als Jahr des Gartens deklariert wurde, widmete sich das Jahrbuch schwergewichtig den Gärten und den Gärtnern. Ob die Gärtner in unserer Zunft immer die Hauptrolle gespielt haben, bezweifelte er in seinen Ausführungen. Seiner Meinung nach heisse die Zunft auch eher zufällig Gartnernzunft. Bischof Heinrich von Neuenburg, dem Autor unseres Zunftbriefes, wären die Gartner vor den anderen Berufen der Zunft entweder wichtiger gewesen oder aber lediglich als erstes eingefallen, weshalb sie bei der Aufzählung der Berufe als erstes genannt würden. In seinen weiteren Ausführungen kam Heinz Polivka von den Gärtnern zur Natur und gelangte schliesslich via Gartenzwerge über fallendes Obst und ausgekochtes Gemüse wieder zu den Gärten und somit zum Leitthema des Jahrbuches 2006.
 
Besonders dankte Heinz Polivka Frau Dr. Margret Rippert, Konservatorin des Historischen Museums Basel. Sie hatte sich schon verschiedentlich in unseren Jahrbüchern zu Wort gemeldet und uns an ihrem reichen Wissensschatz teilhaben lassen. Im aktuellen Jahrbuch berichtete sie über die Gästebücher des Forcart’schen Gartens.
 
Geschichte berichtete früher nur von hohen Herren und weltbewegenden Ereignissen. Wie es aber dem einfachen Mann und der einfachen Frau erging, erfuhren wir selten. Im dritten Teil des Jahrbuches schloss unser Zunftbruder Urs Albisser diese Wissenslücke etwas, indem er über die mittelalterliche Esskultur und über die damals üblichen Hinterhofgärten schrieb.
Anhand der Schriftplatte eines Vorgesetzten der E. Zunft zu Gartnern, welche sich im Kreuzgang des Basler Münsters befindet, beleuchtete unser Zunftbruder Peter Breisinger die Geschichte der für Basel wichtigen Familie Hoffmann.
Abschliessend dankte Heinz Polivka im Namen der Zunft den ehrenamtlichen Autoren, den Lektoren, dem Grafiker Simon Steiger der Firma Glutz, dem Drucker Herrn Nadalon von der Firma Speedy Print, unserem Sponsor der Glutz Werbeagentur AG und zahlreichen grossen und kleinen Donatoren. Er wies daraufhin, dass diejenigen, die mehr als CHF 100.00 spenden, im darauf folgenden Jahrbuch namentlich erwähnt werden.
Besonders dankte er den Zunftbrüdern E.E. Zunft zu Gartnern, die mit ihren Beiträgen zum Aktivitätenfonds massgeblich die finanzielle Basis zur Herausgabe des Jahrbuches sicherstellen.
Mit der Herausgabe des 12. Jahrbuches trat Heinz Polivka aus der Jahrbuchkommission zurück und wünschte der neuen Jahrbuchkommission das gleiche Vertrauen der Zunft, wie er es erfahren durfte.

Mit einem Maien und einem von unserem Zunftspiel vorgetragenen Ständchen dankten Stephan Gassmann, Statthalter, und René Blatter, Vorgesetzter, dem Alt-Vorgesetzten Dr. Heinz Polivka im Namen der gesamten Zunft für die Jahrbücher der vergangenen sechs Jahre.
 
René Steinle, Meister der Zunft zum Stab, Liestal, dankte in seiner Grussrede für die Einladung zur Maibowle, wies auf die seit 1996 bestehende Freundschaft zwischen seiner und unserer Zunft hin und überreichte dem Statthalter E.E. Zunft zu Gartnern zwei Flaschen edlen Baselbieter Wein als Gastgeschenk. 
 
 
 
 

16. April 2007 - Sechseläuten in Zürich

Daniel K. Keuerleber-Burk, Meister E.E. Zunft zu Gartnern, durfte als Gast der Zunft zum Kämbel am Sechseläuten 2007 teilnehmen. Als weitere Gäste der Kämbelzunft wurden begrüsst:
-Dr. Christoph Blocher, Bundesrat,
-Magdalena Martullo-Blocher, CEO EMS-Chemie und Tochter des bereits erwähnten Bundesrates,
- Kurt W. Meyer, Zunftmeister zu Safran Luzern, Fritschivater 2007,
- Hans Ruedi Kronenberger, Alt-Zunftmeister zu Safran Luzern, und
- Dr. Martin Merki, Zunftschreiber zu Safran Luzern.
Nach einem Apéro folgte das Mittagessen mit den Reden der Familie Blocher. Danach legte die Zunft zum Kämbel beim Waldmann-Denkmal einen Kranz nieder. Bei bereits sehr sommerlichen Temperaturen (Originalton unseres Meisters: knall heiss!) führte der Umzug zum Böögg. Dieser brannte knapp zwölf Minuten, bevor der Kopf explodierte.
Jeder Zürcher weiss: Je kürzer die Brennzeit des Bööggs dauert, desto schöner wird der kommende Sommer. Im Jahre 2003 brannte der Böögg gerade mal 5,7 Minuten und bescherte nicht nur den Zürchern einen Hitzesommer. Bei zwölf Minuten Brenndauer würde dies bedeuten, dass uns ein mittelprächtiger Sommer bevorsteht. Wenn es um Wettervorhersagen geht, dann ist das von unserem Zunftmeister geleitete Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz sicherlich die erste Adresse in der Schweiz. Dieses Bundesamt hat sich nun dem Phänomen Böögg angenommen (siehe auch www.meteoschweiz.admin.ch) und festgestellt, dass die Vorhersagequalität des Bööggs nicht nachweisbar ist. Das Jahr 2003 sei eine Ausnahme. Nach dem Nachtessen besuchte ein Teil der Kämbelzunft die Zunft zu Ober-strass, die ebenfalls mit uns befreundete Zunft zu den drei Königen und die Zunft zum Weggen. Der Rest der Zunft zum Kämbel blieb im Zunftlokal zurück, um ihrerseits andere Zünfte zu empfangen. Schliesslich liess man den Abend (oder war es schon Morgen) bei der Zunft zur Schmiden ausklingen.  
 
 
 

Das Jahrbuch 2006

Anlässlich der Maibowle 2007 am 7. Mai 2007 findet die Vernissage für unser 12. Jahrbuch, dem Jahrbuch 2006 E.E. Zunft zu Gartnern, statt. Das Jahr 2006 wurde als das Jahr des Gartens und der Gärtner bezeichnet. Das Jahrbuch 2006 ist deshalb vorwiegend den Gärten und den Gärtnern in Basel gewidmet.
 
Zunftjahr 2006
Daniel K. Keuerleber-Burk, Meister E.E. Zunft zu Gartnern, blickt auf das zünftige Jahr zurück und stellt in seinem Ausblick fest, dass das Jubiläum im Jahr 2010 bereits seine Schatten wirft.
 
Gärten im alten Basel
Dr. Heinz Polivka, Obmann der Jahrbuchkommission und Alt-Vorgesetzter E.E. Zunft zu Gartnern, hat einmal mehr selber recherchiert und zur Feder gegriffen. Er stellt fest, dass durch die Völkerwanderung die antike Gartenkultur in der Region Basel vernichtet wurde und erst etwa im 7. und 8. Jahrhundert  damalige Gärten neue Impulse erhielten. Im 12. und 13. Jahrhundert, zur Gründungszeit E.E. Zunft zu Gartnern, standen Obst- und Gemüsegärten im Vordergrund. Dr. Heinz Polivka zeigt auf, wie sich im Laufe der Jahrhunderte die Vielfalt und auch die Pracht der Gärten in Basel entwickelte. Dabei spielte die Wissenschaft und der zunehmende Wohlstand in der Stadt eine Rolle. Im Gefolge der Medizin begann man sich vermehrt um die Botanik zu kümmern. Betuchte Handelsherren leisteten sich den Luxus exotische Pflanzen zu sammeln. Mit den Hugenotten kam auch die Idee des französischen Gartens nach Basel. Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelten sich die herrschaftlichen Landschaftsgärten. In speziellen Kapiteln werden die Entwicklungen der botanischen Gärten, der öffentlichen Grünanlagen und die Entstehung der Familiengärten beschrieben.  

Das Gästebuch des Forcart’schen Gartens
Frau Dr. Margret Rippert, Kuratorin am Historischen Museum Basel und Freundin sowie Gönnerin E.E. Zunft zu Gartnern, beschreibt den Forcart’schen Garten. Der Garten befand sich im Zentrum der Stadt und dehnte sich vom Standort des heutigen Kunstmuseums bis zur Malzgasse aus. Anhand des Gästebuches dieses Gartens zeigt sie auf, welche Beachtung dieser Landschaftsgarten bei den meist auf der Durchreise befindlichen Gästen fand. Das Gästebuch, bestehend aus zwei Bänden, befindet sich seit 1986 im Historischen Museum.
 
Als wir lernten, mit dem Messer zu essen
Urs Albisser, Zunftbruder E.E. Zunft zu Gartnern, schildert die Essgewohnheiten im Mittelalter. Die im Hinterhofgarten angebauten Gemüse, Obst und Kräuter spielten neben der Hauptnahrung Brot eine wichtige Rolle. Eine Kategorisierung der essbaren Pflanzen führte zu heute meist nicht mehr nachvollziehbaren Einstellungen zu gewissen Nahrungsmitteln. Lesen Sie in diesem Artikel unter anderem, was man dem Lauchgemüse nachsagte.
 
Emanuel Hoffmann-Werthemann, eine bescheidene Grabplatte einer bedeutenden Familie
Peter Breisinger, Zunftbruder E.E. Zunft zu Gartnern, greift in seiner Reihe über die Epitaphe im Kreuzgang des Münsters anhand der Schriftplatte von Emanuel Hoffmann-Werthemann (1739 - 1807) die Geschichte der für die Basler Industrialisierung wichtigen Familie Hoffmann auf. Emanuels Grossvater schmuggelte den 16-gängigen Bandwebstuhl aus den Niederlanden heraus und führte das Gerät in Basel ein. Damit kurbelte er die frühe Industrialisierung der Region Basel massgebend an. Ein späterer Spross dieser Familie, Fritz Hoffmann-La Roche, gründete Ende des 19. Jahrhunderts den gleichnamigen Pharmakonzern.
 
Zunftchronik 2006
Mit der Zunftchronik, die in Kürze die Eckdaten des Zunftjahres 2006 zusammenfasst, und den Angaben zum Zunftvorstand schliesst das Jahrbuch.
 
 
 

1. Zunftstamm im 2007

Am 26. März 2007 um 18.00 Uhr traf sich eine stattliche Zahl von Zunftbrüdern E.E. Zunft zu Gartnern im Hof vor dem Hotel Teufelhof, Leonhardsgraben 49. Christian Zingg, Vorgesetzter E.E. Zunft zu Gartnern, führte uns in den Keller der Liegenschaft. Dort sind die Überreste der Stadtmauer während den Öffnungszeiten des Hotels der Öffentlichkeit zugänglich.
Burkhard von Fenis (1040 - 1107) wurde von Kaiser Heinrich IV. im Jahr 1072 als Bischof von Basel eingesetzt. Eines seiner wichtigsten Werke für die Stadt Basel war deren Befestigung. Damals im ausgehenden 11. Jahrhundert stützte sich die Macht des Bischofs auf die in der Stadt wohnhaften Adligen. Mit einem einfachen, für den Bischof kostengünstigen System versah er die Stadt mit einer Wehrmauer. Am Rande der Stadt schenkte er den Aristokraten Land mit der Auflage, dass diese auf der stadtauswärts liegenden Grundstücksgrenze eine Mauer errichteten. Nachdem alle Parzellen bebaut waren, besass Basel eine Stadtmauer. Je nach Finanzkraft und je nach Grosszügigkeit des jeweiligen Parzellenbesitzers fiel dann die Dicke der Mauer aus. Bereits um 1230 wurde erneut eine Stadtmauer um Basel gebaut, obwohl die Bevölkerungszahl nicht bedeutend zugenommen hatte. Was ist geschehen? Weshalb reichte die bisherige Stadtmauer nicht mehr aus? In den inzwischen etwas mehr als 130 Jahren seit Errichtung der Burkhardschen Mauer hat sich die Stadt sozial verändert. Die Macht des Bischofs stützte sich nicht mehr auf die Adligen, sondern auf die aufkommenden Zünfte ab. Bei dieser politischen Lage war es lästig, wenn man, um an die Stadtmauer zu gelangen, zuerst durch einen privaten Hof eines Adligen hindurch musste. Nur wenige Meter vor der Burkhardschen Mauer liess deshalb der Bischof eine weitere stärkere Mauer bauen. Den Zwischenraum zwischen den Mauern schüttete man auf und erhielt so einen durchgehenden, erhöhten Weg, auf welchem die Wache Rundgänge machen konnte. Nach weiteren detaillierten Ausführungen schritt man zwischen den Stadtmauern zum Apéro, welcher von den drei neuen Vorgesetzten Matthias Refardt-Brodmann, René Blatter und Kaspar Bucher-Studer gesponsert wurde. Ein herzliches Dankeschön den noblen Spendern - es war sehr fein!
Ein grosses Dankeschön gebührt vor allem auch René Blatter, dem Organisator, und Christian Zingg, dem Erzähler.

 
Wiederum angeführt von Christian Zingg spazierten die Teilnehmer den Gemsberg hinunter zum Restaurant Löwenzorn. Bevor wir das Gebäude betraten, erfuhren wir näheres zur Liegenschaft am Gemsberg 2/4.
Bei einem Bier oder mehr konnte man den restlichen Abend geniessen. Mehrheitlich war man sich einig, dass das Wissen unseres Vorgesetzten Christian Zingg enorm ist und dass auch zünftige Stadtkenner immer wieder Interessantes und Schönes in Basel entdecken können.
 
 
 

Die ordentliche Zunftversammlung vom 12. März 2007

Die diesjährige Zunftversammlung stand ganz im Zeichen der Verabschiedungen und Neuwahlen.
Aus dem Vorstand sind Prof. em. Dr. Richard Guggenheim, Statthalter E.E. Zunft zu Gartnern, und Dr. Heinz Polivka, Kulturbeauftragter E.E. Zunft zu Gartnern zurückgetreten. Der Zunftmeister würdigte die beiden zurücktretenden Vorgesetzten und verdankt ihr langjähriges Engagement. 
Die Zunftordnung sieht vor, dass alle drei Jahre die Hälfte des Vorstandes neu zu wählen ist.
Unser Meister Daniel K. Keuerleber-Burk sowie die Vorgesetzten Stephan Gassmann und Hans Holzhause-Gfrörer wurden in ihrem Amt bestätigt. Neu wurden Matthias Refardt-Brodmann, René Blatter und Kaspar Bucher-Studer in den Vorstand gewählt.
 
 
 

Neijoors-Aadringgede mit Beteiligung des Gartnern-Spiels

Wer meinte, dass das regnerische, trübe Wetter zu einer geringeren Beteiligung an der Neyjoors-Aadringgede führen würde, der täuschte sich. Der Einladung der E. Zunft zum Goldenen Stern, an der Neyjoors-Aadringgede teilzunehmen, sind zahlreiche zünftige Basler, lokale Politiker und Schaulustige gefolgt.
Um elf Uhr morgens marschierte das vereinigte Zunftspiel, verstärkt durch Angehörige des Spiels E.E. Zunft zu Gartnern, vor dem Dreizackbrunnen am Münsterberg auf. Nach der Neyjoors-Rede des Meisters E.E. Zunft zum Goldenen Stern floss der Hypokras aus der Brunnenröhre. Zur Stärkung gab es auch kleine Würstchen und Schlumbi. Ein Teil der Gartnere-Zünftigen folgte dem Spiel die freie Strasse hinunter und genehmigte sich einen Frühschoppen in der Brasserie Baslerstab.
Wer bei solch lausigem Wetter derart viele Leute an einem 1. Januar mobilisieren kann, hat es geschafft, seine Tradition als solche zu etablieren. Herzlichen Glückwunsch an die E. Zunft zum Goldenen Stern.