2006
Zunftstamm vom 4. Dezember 2006
Gegen 20
Zunftbrüder versammelten sich um 18.00 Uhr vor der Brauerei „Unser Bier“ und
nahmen an der Besichtigung mit anschliessender Degustation teil. Der Anlass
wurde von René Blatter, Christian Zingg und anderen aus dem Jubiläums-OK
organisiert und war ein voller Erfolg.
Im Restaurant Bundesbahn, einem sehr
gemütlichen Quartierrestaurant, konnte man den Abend bei angeregten Gesprächen,
bei einem Wurstsalat und einem Bier ausklingen
lassen.
Meister und Vorgesetzte danken für diesen tollen Zunftstamm. Ein
besonderer Dank geht an René Blatter, der nicht nur Arbeitsleistung erbracht hat,
sondern auch den Druck der Einladung gesponsert hat.
Der Herbstanlass vom 24. September 2006
Als sich am Sonntag, 24. September das Häufchen der
unentwegten Zunftbummler am Bahnhof traf, wurde manch besorgter Blick zum
Himmel geworfen. Dort hingen schwere Regenwolken. Aber alle trösteten sich mit
den Wetterprognosen, welche schon für den Morgen Aufhellungen versprochen hatten,
und schliesslich war unser Zunftmeister mit dabei.
Gibt es einen besseren Garanten für schönes Wetter und die Richtigkeit der
Prognosen?
Vorsichtige Eltern hatten zwar ihre Kinder in bunte, wasserdichte Capes
eingepackt, aber trotzdem fuhr die Gesellschaft frohgemut ins Laufental. Die
Regentropfen, die beim Umsteigen in Zwingen vom immer dunkler werdenden Himmel
fielen, mochten die Stimmung nicht
zu trüben, denn schliesslich stand ein veritabler Extrabus für uns bereit. Als
wir diesen aber in Blauen verliessen, hatte der Himmel alle Schleusen geöffnet.
Nichtsdestotrotz
machte sich das wackere Häufchen Zunftbrüder mit ihren Angehörigen auf den Weg,
denn Gärtner sind wetterfest. Als
dann aber der Weg noch mitten im Dorf Blauen sehr steil anzusteigen begann, fragte
sich wohl mancher und manche, ob es jetzt im warmen, trockenen und ebenen (!)
Bett zu Hause nicht doch gemütlicher sei.
Weg und Wetter hatten aber bald
ein Einsehen. Ersterer wurde etwas flacher und zweiteres klarte auf. So konnten
alle die einmalige Blauenweide geniessen, deren Schönheiten und Bedeutung den
Anwesenden in einer kurzen Erklärung näher gebracht wurden.
Die Landschaft rund um das Dorf Blauen hat seit über tausend Jahren ihr
Gesicht kaum verändert. Noch immer sind die Ackerflächen, die Obstgärten und
das Weideland deutlich zu unterscheiden, wobei Obstgärten und Weide nach wie
vor durch Lebhäge voneinander getrennt sind. Die Blauenweide gehört ausserdem
zu den bedeutendsten Magerwiesen der Nordwestschweit und
beherbergt eine überaus reiche Fauna und Flora. Mehr als
1000 verschiedene Insekten- und über 250 Pflanzenarten sind hier heimisch,
darunter auch zahlreiche Orchideen!
Bei der Wanderung über diese
Naturschönheit hinunter zum Blattenpass waren bald alle in eifirge Gespräche
vertieft, genossen aber auch immer wieder die tolle Aussicht ins Laufental, die
wegen der Wolken allerdings etwas beeinträchtigt war.
Nach der äusseren war dann
natürlich auch die innere Befeuchtung gefragt. Auf dem sagenumwobenen,
berüchtigten Blattenpass genossen wir den Apéro, wobei die vielen mitgebrachten
Köstlichkeiten reissenden Absatz fanden. An dieser Stelle sei all denjenigen
Zunftbrüdern und Angehörigen gedankt, welche etwas zur leiblichen Stärkung beigetragen
(und mitgeschleppt!) haben. Das Wetter wollte sich da auch nicht lumpen lassen,
und trug das Seine zur feucht-fröhlichen Stimmung bei. Aber von dichten Baumkronen
geschützt konnte uns dieser neuerliche Regenguss nichts anhaben. Gärtner sind wetterfest!
Beim
Weitermarsch hatte sich der Himmel ausgeregnet und so genossen wir den Ausblick
ins Birseck und bis in den Schwarzwald. Wer nun hoffte, bald beim Mittagessen
zu sitzen, hatte nicht mit dem letzten steilen Abstieg durch das Dorf
Pfeffingen gerechnet. Das war noch einmal ein echter Härtetest!
Im Rest. Rebstock
erwarteten uns schon einige Nachgereiste, die sich mit dem Bus bis fast vor die
Wirtschaftstüre schaukeln lassen konnten. Das nachfolgende Mittagessen genossen
alle bei angeregten Gesprächen. Und es kann wohl kaum an unseren Konsumationen
gelegen haben, dass der Rebstock zwei Wochen nach unserer Einkehr den Konkurs
anmelden musste....
So klang ein gelungener, wenn auch etwas feuchter Zunftbummel in aller Gemütlichkeit
aus.
Während des Essens strahlte übrigens die Sonne vor dem Fenster,
als hätte es an diesem Tag überhaupt nie Wolken gegeben. Es hat halt schon sein
Gutes, wenn der Zunftmeister einen so guten Draht zum Wetter hat!
Jungbürgerfeier im Rheinhafen
Am 9. September 2006 fand im
Rheinhafen auf zwei Schiffen die Jungbürgerfeier statt. 92% der Teilnehmer sollen
das Fest von gut bis sehr gut beurteilt haben. Meister und Vorgesetzte E.E.
Zunft zu Gartnern danken allen Zunftbrüdern, die zum Gelingen des Festes für
unsere Jungen beigetragen haben.
Leider war dem Aufruf in der
Gartnere Gaable 24/2006, an diesem Anlass mitzuhelfen, wenig Erfolg beschieden.
Damit der Verantwortliche unserer Zunft für diesen Anlass im nächsten Jahr mehr
Unterstützung erhält, geben wir hier bereits die Eckdaten bekannt:
Die
Jungbürgerfeier 2007 wird am 8. September 2007 im Volkshaus stattfinden.
Reservieren Sie sich bereits
jetzt dieses Datum, damit Sie unseren Zunftbruder Martin Gfeller an der
nächsten Feier tatkräftig unterstützen können.
Basler Zolli den Neubürgern näher gebracht
Die
Basler Zünfte und Gesellschaften haben es sich zur Aufgabe gemacht,
zusammen mit der Bürgergemeinde den Neueingebürgerten die Stadt Basel etwas
näher zu bringen. Die E. Zunft zu Gartnern organisiert mit der freundlichen
Unterstützung durch den Zoologischen Garten Basel eine Abendführung durch den
Zolli. Unterstützt werden wir von den Führern
Herrn Schönbächler und unserem Zunftbruder Peter Studer.
Im Anschluss an die Führungen
offeriert die E. Zunft zu Gartnern einen Apéro und nutzt die Gelegenheit, sich
vorzustellen.
Aufmerksam lauschen die Teilnehmer
des Anlasses den Ausführungen unseres Vorgesetzten Christian Zingg.
An die Interessierten haben
wir unsere Publikationen abgegeben. Die zur Verteilung vorgesehenen Jahrbücher
waren im Nu ausgegangen.
Wir werden wohl nächstes Jahr ein
paar Exemplare mehr zur Abgabe vorsehen müssen.
Der Zunftstamm vom 13. März 2006
Zum Glück gibt es an der Heuwaage nur einen
Brunnen. So fanden alle den Fischermädchenbrunnen (wer vermutet schon ein
Fischermädchen an der Heuwaage, doch eher im St. Johann oder im Rheinhafen
...). Immerhin konnten die Teilnehmer auch diese Wissenslücke locker füllen.
Vom Meister E.E. Zunft zu Gartnern geführt,
fand man denn auch den Cliquenkeller der Alten Stainlemer problemlos. Dort
erwartete uns bereits der Referent des Abends: unser Vorgesetzter Christian
Zingg.
Mit einem schauerlichen
Totentanz-Bild eröffnete Christian Zingg seinen Vortrag über die Basler
Fasnacht. Er stellte uns Persönlichkeiten vor, die vom beginnenden 19.
Jahrhundert bis zur Gegenwart die Basler Fasnacht beeinflussten.
Wir erfuhren von der
Vision (Emil Beurmann 1862 – 1951), vom Trommellied (Karl Rudolf Hagenbach 1801
– 1874), von der Faschtewaihe (Heidy Würth alias Marianne 1920 – 1994), vom
Morgestraich (Fritz Liebrich 1879 – 1936), von der Fasnacht und vom Masgeball
(Theobald Baerwart 1872 – 1942) sowie von „Der alt Fasnächtler sait“ (Dominik
Müller 1871 – 1953). Wir erfuhren von Schicksalen, wegweisenden und tragischen.
Die Geschichte von der
Wasserleiche (Rudolf Graber 1899 – 1958) schliesslich handelte von einem
verkannten Komponisten, der zwar alles für seine Clique tat, aber vom Vorstand
nicht Ernst genommen wurde, als er einen neuen Marsch einreichte. Aus Gram und
Enttäuschung wollte er sich das Leben nehmen und ging in den Rhein. Zur
Fasnachtszeit tauchte er schauerlich als menschenscheue Wasserleiche wieder
auf. In der Folge erfuhr man, weshalb er noch am Leben war und wie es unter dem
Einfluss von reichlichem Alkoholgenuss mit einer Henkersmahlzeit zum Happy End
kommen konnte.
Abschliessend rezitierte
Christian Zingg noch das Gedicht „Kehruus“ von Blasius (alias Dr. Felix Burckhardt
1906 – 1992).
Bei einem Bier und mit Wienerli liess sich der
Zunftstamm so richtig geniessen.